Verbund – „Bildung aus einer Hand“

 Die Dorfschule Walchensee hat es sich zum Ziel gesetzt, durch möglichst vielfältige Vernetzungen und besondere Angebote einen Verbund anzustreben mit dem Zielgedanken „Bildung aus einer Hand“ zu ermöglichen. Durch verschiedene Formen der Zusammenarbeit zwischen Schule, Kindergarten, Elternhaus, Dorf  und Kirche wird versucht, dieses Ziel stets aufs Neue zu erreichen.

 

·               Die Schule

Eine sinnvolle Kooperation zwischen Kindergarten und Schule hat einerseits das Ziel sich gegenseitig eine Stütze und Hilfe zu sein, Ideen auszutauschen, voneinander zu lernen und zu profitieren, aber vor allem die Aufgabe den Übergang vom Kindergarten in die Schule so sanft wir möglich zu gestalten. Die SchuKi – Gruppe bildet als Brücke zum schulischen Lernen eine besondere Organisationsform. Die konkrete Umsetzung vor Ort geschieht bei uns durch:

 

  •  Räumliche Gegebenheiten / Gegenseitiges Besuchen
  •  Gemeinsame Berührungspunkte wie Feste, Erlebnisse, Ausflüge,…
  •  Kommunikation, Austausch, gemeinsame Teambesprechungen,…
  •  Informationsweitergabe
  •  Gemeinsame Pausen, Mittagessen, Nachmittagsangebote,… 

 

·               Das Dorf

In den letzten Jahren hat sich die Schule und der Kindergarten als Bildungseinrichtung zu einem geistigen Mittelpunkt Walchensees entwickelt. In enger Vernetzung mit der Dorfgemeinschaft, der Kirche und der Elternschaft nimmt sie am sozialen Leben des Ortes aktiv teil. In der alltäglichen Begegnung mit den Einwohnern z.B. ehrenamtlichen Helfern, den lokalen Musikern, den Handwerkern (Schreiner, Schmied etc.) und den älteren Mitbürgern üben die Schüler ganz im Geiste der christlichen Tradition ein selbstverständliches, respektvolles Miteinander und Füreinander.

Obwohl die Konfession der Eltern und Schüler für die Einschulung keine Rolle spielt, orientiert sich das Schulleben am christlichen Jahreskreis, so dass den Kindern neben den christlichen Werten auch kirchliche Traditionen vermittelt werden. Kirchliche Feste, z.B St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Kommunion, etc., werden gemeinsam vorbereitet und gefeiert. Die fünf Kirchen des Ortes werden – auch im Zusammenhang der Heimatgeschichte – mit einbezogen.

Auch auswärtige Kinder erfahren auf diese Weise beispielhaft das Leben in einer gewachsenen sozialen Gemeinschaft. Zusammen mit ihren Walchenseer Freunden lernen sie ihre Wurzeln zu entwickeln und sich selbst für die Herausforderungen unserer immer globaler werdenden Welt zu stärken.

·               Das Elternhaus

Mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten der Kinder wird ein reger und intensiver Austausch gesucht. Durch ihre Unterstützung können die Eltern ihren Kindern gegenüber eine deutliche Wertschätzung und Anteilnahme zum Ausdruck bringen. Lediglich der Pflichtunterricht findet bewusst als geschützter Raum ohne Elternmitarbeit statt.

Damit eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit möglich ist bieten wir verschiedene Möglichkeiten wie z. B. Elternabende, Gespräche, Aushänge, Elternbriefe und durch den Elternbeirat und das Aufgreifen von Wünschen der Eltern eine Form der Mitbestimmung. Viele Eltern engagieren sich bei gemeinsamen Festen und Feiern, im Elternbeirat und Förderkreis oder arbeiten an Projekten mit und helfen, Kinder bei Ausflügen zu betreuen. Dies zeugt von gegenseitigen Vertrauen und Anteilnahme dem Kind gegenüber.

 

·               Die Kirche

Das tägliche Miteinander in der gesamten Einrichtung ist geprägt durch die Wahrung christlicher Werte. Jedes Kind wird als einzigartiges Geschöpf Gottes erlebt und akzeptiert. Ebenfalls nehmen wir die Schöpfung als Geschenk wahr und bewahren sie indem wir christliche Feste im Jahreskreis bewusst erleben und mit Inhalten füllen so dass den Kindern religiöse Dimensionen in Liedern, Gebeten und Geschichten vertraut werden. Schule und Kindergarten sind bei der Aufnahme nicht an Vorgaben zur Konfessionszugehörigkeit gebunden, so dass lediglich eine Bejahung der Grundsätze Voraussetzung für die Schulaufnahme ist.