Gedanken zur Bildung und Erziehung

Kinder sind faszinierende Persönlichkeiten – von Geburt an neugierig, aufgeweckt und interessiert. Um diese natürlichen Fähigkeiten zu bewahren, bedarf es spezieller Anreize.

Die Dorfschule Walchensee ist ein Ort, an dem sich Kinder wohlfühlen sollen, an dem sie in ihrer Ganzheit und Einzigartigkeit akzeptiert und angenommen werden. Sie bekommen die Möglichkeit eine Vielzahl von Erfahrungen zu sammeln, den Raum und die Zeit, ihre individuellen Begabungen kennen zu lernen und auszubauen. Sie erhalten soziale Kompetenz und entwickeln Selbstvertrauen. Sie haben Spaß am Lernen und erleben Freude am Spiel.

 Das Leben und Lernen in der Dorfschule und im Kindergarten ist sowohl durch den Bildungs- als auch den Erziehungsauftrag geprägt, denn Wissensvermittlung kann und darf nicht ohne Wertevermittlung stattfinden. Erziehung wird daher von allen Mitarbeitern der Einrichtung bewusst als Hilfe zur Entwicklung der Persönlichkeit verstanden.

 

 

Alle Kinder kommen mit individuellen Lernvoraussetzungen in die Einrichtung. Da jeder neue Lernprozess auf vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes aufbaut, muss jedem Kind die Möglichkeit gegeben werden, Aufgabenstellungen durch Förder- und Forderanreize lösen zu können. Die unterschiedlichen Lernwege helfen dem Kind, Fortschritte in seiner individuellen Entwicklung zu erreichen. Ein differenzierter Förderunterricht und ein strukturierte Angebote für die Schulkindergartengruppe helfen dem Kind dabei. Diese exemplarischen Beispiele betreffen jedoch lediglich die Wissensvermittlung.

Lernen gelingt jedoch erst dann, wenn soziale Aspekte des gemeinsamen Lernens in gleichem Maß berücksichtigt werden. Kinder lernen in einer sozialen Gemeinschaft gemeinsame Interessen zu entwickeln, Verhaltensweisen anderer Kinder einzuschätzen und diese gemeinsam mit den Lehrkräften zu werten. Bildung und Erziehung prägen daher das tägliche Leben in der Einrichtung und werden von dem pädagogischen Team der Dorfschule Walchensee in gleichem Maß berücksichtigt. Ein besonderes Anliegen ist darüber hinaus die enge Zusammenarbeit mit den Eltern, um rasche Fortschritte in den Lernbereichen und der Sozialisation des Kindes zu erreichen.

 

Bildnachweis: [1] Traxler, H., in: Klant, M.: SchulSpott, Karikaturen aus 2500 Jahren Pädagogik, Fackelträger-Verlag. Hannover, 1983